FE-Schrift: Warum Kennzeichen so aussehen, wie sie aussehen
Was ist die FE-Schrift auf deutschen Kennzeichen, seit wann gibt es sie und warum lassen sich ihre Buchstaben so schwer verändern?
- FE heißt fälschungserschwerend.
- Neue Kennzeichen nutzen sie seit 2000.
- Ältere Schilder in DIN-Schrift bleiben gültig.
Die Buchstaben und Ziffern auf deutschen Kennzeichen sind in einer eigenen Schrift gesetzt: der FE-Schrift. FE steht für „fälschungserschwerend“. Sie wird seit dem Jahr 2000 für neue Kennzeichen verwendet.
Was die FE-Schrift besonders macht
Die Zeichen sind so gestaltet, dass man sie mit Klebeband oder Farbe nur schwer in andere Zeichen verwandeln kann. Aus einem P wird nicht ohne Weiteres ein R, aus einer 3 keine 8. Außerdem unterscheiden sich ähnliche Zeichen wie 0 und O deutlicher als in älteren Schriften.
Gut lesbar für Kameras
Die gleichmäßigen Formen sind auch für Menschen und Kameras gut lesbar, etwa bei Verkehrskontrollen oder in Parkhäusern mit Kennzeichenerkennung.
Und ältere Kennzeichen?
Kennzeichen in der älteren DIN-Schrift bleiben gültig, solange sie in Ordnung sind. Bei einer Neuausgabe – etwa nach Verlust oder Umzug in einen anderen Bezirk – bekommst du automatisch Schilder in FE-Schrift.
Selbst gestalten? Lieber nicht
Eigene Schriftarten, Aufkleber oder Folien auf dem Kennzeichen sind nicht erlaubt. Kennzeichen müssen von zertifizierten Schilderprägern hergestellt werden – mehr dazu im Artikel Kennzeichen prägen lassen.
Häufige Fragen
Kann ich eine andere Schrift auf mein Kennzeichen drucken lassen?
Nein. Kennzeichen müssen in der vorgeschriebenen Schrift hergestellt werden.
Warum sieht die 0 anders aus als das O?
Die FE-Schrift unterscheidet ähnliche Zeichen deutlich, damit man sie nicht verwechseln oder verändern kann.
Gilt mein altes Kennzeichen in DIN-Schrift noch?
Ja, solange es unbeschädigt und lesbar ist.
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die geltenden Vorschriften und die Auskunft deiner Zulassungsstelle.